Alles schick im Beruf?

Arbeitszeit ist Lebenszeit
— mein Wahlspruch

Das Jahr neigt sich dem Ende. War es ein gutes Arbeitsjahr? Ein paar Gedanken ...

Die Tage werden kürzer und irgendwie auch entspannter. Mein Blick schweift aus dem Fenster und ich überlege, was sich noch alles auf meinem Schreibtisch stapelt. Was will und muss ich davon noch eigentlich „wegarbeiten“, bevor es in die verlängerten Weihnachtsferien geht?

Das ist der sagenhafte Vorteil von Freiberuflern. Tapetenwechsel. Statt Non-Stop Beruf, Familie pur. Der Nachteil: Bis auf Rechnungen von anderen ist nicht viel zu wollen.

Aber nach hoffentlich erholsamen Wochen werde ich „familiensatt“ und rundum zufrieden sein. Dann kann der Alltag kann getrost kommen und ich werde glücklich sein, dass ich für mich diese ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Familienleben gewählt habe.

Denn eigentlich bin ich Beamtin. Gewesen. Vor gut drei Jahren habe ich endgültig gekündigt. Mir war die Perspektive „auf Lebenszeit“ im Beamtenstatus zu bleiben wie der Blick in eine Gefängniszelle. Andere haben mich allerdings für ziemlich, na sagen wir, bekloppt gehalten. So eine „begehrte“ Stelle zu haben, bringt doch schließlich Sicherheit! Sicher bis zur Pension und darüber hinaus.

Sicher: Das ist ein nicht zu unterschätzendes Argument. Aber ist das wirklich das Allesentscheidende? Ist es das, was für mich Leben ausmacht?

Klar habe ich mit mir gerungen. Mein Entschluss war allerdings richtig – für mich. Ich habe vollsten Respekt vor allen, die für sich anders entscheiden und an meiner Stelle anders entschieden hätten. Es gibt drei wesentliche Merkmale, warum wir in unserem Beruf bzw. an unserem Arbeitsplatz bleiben. Und das, obwohl wir genau spüren, dass es vielleicht an der Zeit ist über einen Wechsel oder Neustart nachzudenken:

  • Sicherheit
  • Status, Prestige
  • Bezahlung, Vorteile

Starke Argumente und Motive. Mit der Neuorientierung geben wir immer auch etwas auf und es will gut abgewogen sein. Auch mit dem Herzen. Überlegen Sie?

Dann nutzen Sie doch die freien Tage und stellen Sie sich ein paar gute Fragen!

Vielleicht kommen Sie auf neue Ideen, bekommen Impulse oder merken schlicht und ergreifend, wie zufrieden Sie mit und in Ihrer beruflichen Situation wirklich sind.

Also

  1. Wofür brennen Sie? „Füttern“ Sie Ihre arbeitsbezogene Leidenschaft? Oder verkümmert sie, während Sie Pläne für die (ferne) Zukunft schmieden?
  2. Was ist das Gute im Schlechten an Ihrem Job? Was haben Sie davon? Was hält Sie?
  3. Was wäre das Schlimmste, was Ihnen bei einem beruflichen Wechsel passieren könnte? Und was wäre das Allerbeste?
  4. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wie würden Sie dann entscheiden?

Docken Sie doch mal wieder bei sich an und machen Sie eine Art inneres Update. Vielleicht ist dann im neuen Jahr ein Berufs-TÜV gefällig? Dann schreiben Sie mir.