Psychografie-Wissen: der Beziehungstyp

Love is in the air everywhere I look around
live is in the air every sight and every sound
and I don´t know if I´m being foolish
don´t know if I´m being wise
but it´s something I must believe in
and it´s there when I look in your eyes
— John Paul Young

Im Fühlen „zuhause“

Der Beziehungstyp lebt im Hier und Jetzt. In der Gegenwart. Er ist ein Kontakter, ein wahrer Experte, wenn es darum geht, den Faden zu anderen aufzugreifen. Ich nenne das gerne „den Beziehungsfaden knüpfen“.

Anmutig, charmant, umsorgend und häufig lächelnd kommen diejenigen mit diesem Persönlichkeitstyp daher. Ihre Energie ist von Leidenschaft und Emotion geprägt.

Es menschelt

Der Beziehungstyp hat in der Regel sehr feine Antennen, wo die anderen stehen. Die nutzt er, um sich entweder um andere zu kümmern oder sich mit seiner Kompetenz, Kreativität und Strahlkraft zu zeigen. Beziehungstypen haben häufig hohe Ansprüche an sich selbst und natürlich genauso an andere. Sie spiegeln sich im Gegenüber und definieren sich in ihrer Beziehung zum Du, im Lichte der anderen.

 Der Experte für Zwischenmenschliches

Die Lebensbereiche Handeln, Fühlen und Denken sind dem Beziehungstypen selbstverständlich genauso vertraut wie den anderen Typen. In der Krise aber schaltet bei ihm der Autopilot auf das Fühlen. Dann entpuppt er sich leidenschaftlich-temperamentvoll als Drama-Queen oder –King.

Der Zugang zum distanziertem und analytischen Denken scheint dann von den tiefhängenden Gewitter-Wolken der Emotionen quasi vernebelt zu sein. Da kann es zu dramatischen Gefühlszuständen kommen, zu unermesslich empfundenem Leid. Oder zu unangenehmen Konkurrenz-Gehabe. Auch zu vorwurfsvollen „Ja-Aber-Spielen“.

Volle Hingabe oder totale Konkurrenz

In der Krise neigt der Beziehungstyp dazu, sich noch mehr auf das Gegenüber zu beziehen. Noch mehr mitfühlen, noch liebevoller und engagierter in Beziehungen sein und noch mehr Gefühle zu investieren, auch wenn es schon lange nicht mehr guttut.

Aber auch die Konkurrenz kann sich steigern. Intrigen? Abwertungen? Kein Problem für einen Beziehungstypen, der unbedingt besser als sein Gegenüber sein möchte. Wie gesagt in der Krise.

Jeder ist anders

Ein Drittel aller Menschen sind grundsätzlich Beziehungstypen. Sie ticken anders als die Denker (Sachtypen) oder die Handlungstypen (die Macher). Dabei ist kein Persönlichkeitstyp besser als der andere, oder normaler. In der Psychografie geht es lediglich darum, einen Kompass zu nutzen: Wieso reagieren wir so unterschiedlich? Weshalb verstehen wir uns so gut mit manchen Leuten? Wieso irritieren uns andere?