Die Sache mit der Richtung im Leben

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
— Francis Picabia, französischer Schriftsteller, Maler und Grafiker

Dem Leben eine Richtung geben. Das ist oft einfacher gesagt als getan. Die Vielfalt der Möglichkeiten macht es eher schwierig, stets den Überblick zu behalten.

Bewegt Sie ein richtungsweisendes Thema, ohne dass sich eine klare Antwort einstellen mag?

  • Sie wissen nicht genau, was Sie wollen? Gesellen sich dummerweise immer noch (innere) Vorwürfe dazu (schließlich schaffen es ja angeblich „die anderen alle“ …) und setzen Sie unter Druck?
  • Sie können nicht sagen, was Sie mit Freude erfüllt, geschweige denn, was Berufung für Sie heißt? Allein das Wort Berufung erzeugt bei Ihnen einen gewissen Würgereiz?
  • Sie wissen eigentlich nur, dass etwas in Ihrem Leben fehlt und nicht passt?
  • Sie wollen aufbrechen – aber wohin?

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht 
Die gute Nachricht ist, dass Sie mit diesem Gefühl und den Fragen natürlich(!) nicht alleine sind. Ich behaupte sogar, dass fast jeder zumindest in Phasen der Reflexion und Weichenstellungen vor den großen Fragen nach der Richtung steht. Klassiker sind: Entscheidungen nach dem Studium, nach einer Familienpause, nach der Trennung vom Partner oder nach einem Umzug in eine fremde Umgebung. Diese Phasen machen unsicher.

Allerdings steckt diese Unsicherheit auch voller Chancen und Potenzialen. Denn sie macht auch ungeduldig. Denn allem Streben nach Entschleunigung und Achtsamkeit zum Trotz ist es normal, Phasen des vermeintlichen Stillstands und der Orientierungslosigkeit nicht gerade zu feiern und diese so schnell wie möglich beenden zu wollen.

Aber: Nur wenn wir loslassen, können wir die sich bietenden Möglichkeiten mit beiden Händen ergreifen!

Die Richtung ausloten 
Die schlechte ist, dass die Fragen nach der Richtung nie abschließend und für alle Zeiten gültig beantwortet werden können, es sei denn, wir verschließen uns jeglicher Weiterentwicklung. Ziele setzen, Entscheidungen treffen und Richtungen ausloten ist ein lebenslanger Prozess. Warum? Mit jeder Entscheidung, mit jedem Richtungswechsel verändert sich etwas im System „Leben“. Aus systemischer Sicht gerät alles in Bewegung. Also sind weiterhin kleinere und größere Weichenstellungen vonnöten. Dort wo sich neue Türen öffnen und alte zufallen, wird so etwas wie die Richtung in einem laufenden Prozess bestimmt.

Es geht darum, sich weiter zu entwickeln und weiter zu wachsen, egal in welcher Lebensphase. 

Auf dem Weg zur Antwort
Was ich damit sagen will ist, dass es einerseits normal und gesund ist, die eigene Richtung zu hinterfragen und auch mal aus den Augen zu verlieren und dass es andererseits auf dem Weg zur Antwort Phasen geben wird, die Unsicherheit und Ungeduld verursachen.

Beachten Sie also, dass es entlastend sein kann, wenn Sie sich die Erlaubnis geben, die Dinge wabern zu lassen. Dieses Quäntchen Freiheit sich selbst gegenüber, Geduld und Zuversicht können ohne weiteres Zutun Wunder bewirken.

Kopfkino mit Zukunftsvision
Machen Sie sich ein Kopfkino aus einer Zukunft heraus betrachtet, in der Sie Ihre perfekte Richtung gefunden haben:  Was würden Sie sagen, was könnte das Gute im Schlechten an der Orientierungssuche sein?

Im Life Coaching können Sie den Fragen nach der für Sie optimalen Richtung nachgehen. Manchmal ist es sinnvoll aus dem Gedankenkarussell auszusteigen.

Was entsteht, wenn Sie aussteigen
Dabei entsteht ein Prozess, der den Fokus auf die Möglichkeiten lenkt, statt bei Selbstvorwürfen zu verharren. In den Sitzungen nehmen Sie Ihre Fähigkeiten, Stärken und Ressourcen unter die Lupe. Sie haben Zeit, den sogenannten Umweltcheck zu machen und sich zu fragen. „Was, wenn ...?“ und/oder „Was hindert mich wirklich?“

Und das eine oder andere mehr.