Wie kann man die Qualität von Coaching sicherstellen?

Wie sorgen seriöse Coaches für Qualitätssicherung in ihrer Arbeit?

Ganz klar: Die Qualitätssicherung ist für Klienten essentiell und nicht zuletzt ein wichtiges Anliegen jedes professionellen Coachs. Bei der Beurteilung von seriöser Qualität im Coaching geht es darum, die folgenden Fragen zu beantworten:

1.       Wie gestaltet sich die Beziehung zwischen Coach und Klienten? Welche fachlichen, materiellen und persönlichen Voraussetzungen prägen das Coaching? In welchem Kontext findet das Coaching statt? Unterstützen die Rahmenbedingungen ein wirksames Coaching? Seriöse Coachs sorgen für ein Setting, in dem vertrauensvolle, wirkungsvolle und fundierte Coaching-Prozesse entstehen.

2.       Wie professionell und klar gestaltet sich der Prozess im Coaching? Wie gut ist die Methoden-Kompetenz des Coachs? Kann der Coachee jederzeit in den Prozess eingreifen und mitbestimmen? Wie sicher und aufgehoben fühlt sich der Klient(in)? Wie gut wird gecoacht? Seriöse Coaches sorgen für Transparenz und und Partizipation. Sie sind qualifiziert und kennen ihre Stärken- aber auch ihre Grenzen.

3.       Wie effektiv ist das Coaching in Bezug auf die Anliegen des Coachees? Sind die Coaching Impulse und Maßnahmen zielführend? Welche Veränderungen hat das Coaching bewirkt? Was hat das Coaching gebracht? Seriöse Coaches sorgen für die regelmäßige Evaluation des Coaching-Prozesses und seiner Ergebnisse.

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Seriöse Coachs sorgen in jeder Coachingsitzung für einen Qualitätscheck. Wenn im Coaching die obigen Fragen regelmäßig mit Ihnen als Coachee geklärt werden,sind sie auf einem guten Weg zu einer Qualitätssicherung, die ihren Namen verdient. Es gibt hervorragende wissenschaftliche Abhandlungen zum Thema, zum Beispiel der Artikel „Evaluation von Coaching“, zu finden unter: Jansen, A., Mäthner, E. & Bachmann, T. OSC (2003) 10: 245. https://doi.org/10.1007/s11613-003-0028-0

Wie sieht die Qualitätssicherung bei Sabine Samonig aus?

In den folgenden Absätzen bekommen Sie einen Eindruck, wie ich alltags-tauglich und effektiv die Qualitätssicherung in meinen Coachings umsetze.

Auftragsklärung, Zielformulierung, Visualisierung:

Zu Beginn des Coachingprozesses und am Anfang jeder einzelnen Sitzung sorge ich für Klarheit über das, was das Anliegen des Klienten ist. Thema und Inhalt des Coachings geht immer vom Coachee aus. Um die Qualität des Coachings zu sichern, sorge ich dafür, dass Transparenz und Konsens über die Marschroute besteht. Das vermeidet Missverständnisse und dient der Klärung mit (und für!) den Klienten. In dieser Phase geht es darum, die Fäden aufzugreifen und die vertrauensvolle Coaching-Beziehung zwischen mir und dem Coachee weiter zu vertiefen.

Nur wenn wir an Zielen arbeiten, die für die Klienten „wertvoll“ sind, kann der Coaching-Prozess gelingen. Für die Qualitätssicherung ist die genaue Zielarbeit m.E. elementar. Oftmals liegen die wirklich wichtigen Ziele und Absichten verborgen hinter dem, was einen Leidensdruck ausmacht und den Veränderungswillen triggert.

Ich visualisiere sehr gerne die Gesprächsergebnisse, Brainstormings und wichtige Inhalte auf Flipchartpapier. Zu jeder Sitzung hänge ich die Flipcharts der vorherigen Sitzungen auf und es folgt der Abgleich: Was wurde schon erreicht? Wo stehen wir im Prozess? Haben sich neue Ziele ergeben? Für die Klienten ergibt sich dadurch jedes Mal die Möglichkeit direkt einzugreifen und mitzugestalten. Zu jedem Sitzungsende stelle ich die Frage, was sich für meinen Klienten verändert hat. Gab es eine neue Perspektive? Eine Entdeckung? Eine Handlungsoption? Der Vorher-Nachher Vergleich ist dabei immer wieder erstaunlich.

Methodenkoffer:

Für die Qualitätsicherung des Coachings ist mir mein Handwerkszeug mit den unterschiedlichen Interventionen eine großartige Stütze. Ich bereite jede neue Sitzung aufgrund meiner Notizen und Protokolle vor. Jeder Termin wird von mir außerdem nachbereitet. Anhand meiner Protokolle und Leitfragebögen habe ich im Abstand zum Gespräch effiziente Gedankenstützen und Dokumentationen. Mein Repertoire an Coaching-Impulsen und Methoden sowie die Vorbereitung von Materialien (z.B. Bilderkarten, Figuren, Bodenankern) sichert mein ruhiges, konzentriertes Arbeiten.

Neben meinem Methodenkoffer sorgt meine Grundhaltung des wissenden Nichtwissens, der Wertschätzung und Anerkennung (Respekt, Arbeiten auf Augenhöhe) für Qualität. Diese Haltung ist die Grundlage aller vertrauensvollen Coaching-Beziehungen.

 Fortbildung, Reflexion und Supervision:

Die fortwährende Arbeit an meinem eigenen Horizont als Coach sehe ich als wesentlichen Bestandteil der Qualitätssicherung. Obgleich ich mich allein aus zeitlichen Gründen nicht als „Fortbildungs-Junkie“ bezeichnen würde, nehme ich regelmäßig an Fachtagungen, Zusatzausbildungen und Vorträgen teil. Viel Zeit widme ich der Selbstreflexion unter anderem durch Intervision mit Kolleginnen sowie durch Supervision.

 Feedback und Auswertung:

Das Feedback der Coachees ist mir wichtig. Für die Qualitätssicherung meiner Arbeit frage ich indirekt oder direkt folgende Faktoren ab: Qualität der Atmosphäre, Selbstbestimmung und Wohlbefinden und jederzeitige Einflussmöglichkeit der Coachees. Mich interessieren die Qualität meiner Anleitungen und die Wirksamkeit der Impulse. Professionalität heißt für mich stetige Lernbereitschaft und Weiterentwicklung als Coach.

Schreiben mit Selbstcoachingeffekt

Über die Wirkung des Schreibens auf die innere Ausgeglichenheit und Gesundheit ist viel berichtet, aber noch nicht allzu viel geforscht worden. Nichtsdestotrotz ist es Konsens in der Schreibforschung, dass der selbst-therapeutische Wert kreativer und autobiografischer Texte vorhanden ist. 

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