Wie stellen Sie sich vor? Tipps für die Vorbereitung.

„Was machen Sie so?“ oder „Stellen Sie sich doch bitte einmal vor.“ Diese einfachen Fragen bringen viele Frauen und auch die Herren innerlich in Wallung. Kein Wunder, denn wie reden wir über uns selbser, ohne anzugeben, ohne Tiefstapelei, aber mit sympatischem Selbstvertrauen? Wollen Sie das nächste Mal entspannt und authentisch darauf reagieren? Probieren Sie diese einfache Übung und beobachten Sie was passiert. 

Bewusste Vorstellung

Eine fix und fertige Antwort zur Frage „Das bin ich“. die auf ewig gültig wäre, ist entweder oberflächlich und platt oder langweilig. Die Frage “Wer bin ich? We stelle ich mich vor?” ist kurz und bündig trotzdem mit der gebotenen Lockerheit zu beantworten. Mit dieser Methode klären Sie: Was will ich von mir zeigen? Wie will ich mich darstellen? Was will ich für mich behalten und auch nicht unbewusst zeigen?

Entwerfen Sie Ihre Visitenkarte

Stellen Sie sich eine Visitenkarte oder Setkarte, die man aufklappen kann, vor. Was würde auf den vier Seiten ihrer Karte stehen? Hangeln Sie sich einfach an den unten aufgeführten Punkten entlang, wenn Sie das nächste Mal über sich reden.

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Die Vorderseite: Sie stellen sich als erstes mit ihrem Namen vor. Logisch. Aber: Möchten sie anders angesprochen werden? Dann: Was können Sie gut? Was zeichnet sie aus? Hier können Sie über ihre berufliche Position reden, aber auch was sie sonst bemerkenswert macht. Was Sie zeigen kommt ganz auf die Gesprächssituation an. Hand aufs Herz: Was macht sie einzigartig? Was zeigen Sie bewusst nach außen? Was sollen andere von Ihnen sehen? Machen Sie sich zunächst zu allen Punkten Notizen. Für die Visitenkarten halten Sie sich aber kurz und notieren Sie die wichtigsten 3-5 Stichworte.

Innenseite links: Was glauben Sie, schätzen andere an ihnen (selbst diejenigen, mit denen Sie möglicherweise nicht so gut können)? Welche positiven Rückmeldungen haben sie in der Vergangenheit erhalten? Wie, vermuten sie, wirken sie auf andere? Bleiben Sie hier bei positiven Feedbacks. Ihre Schattenseiten haben bei einer ersten Vorstellung nichts zu suchen. Notieren Sie wieder 3-5 Stichworte.

Innenseite rechts: Womit beschäftigen sie sich zurzeit? Welche Fähigkeiten und Kompetenzen möchten Sie erweitern? Welche Stärken möchten Sie gerne weiter ausbauen? Lernen Sie gerade etwas? Womit setzen Sie sich auseinander und was haben Sie vor? Erzählen Sie. Und notieren Sie wieder 3-5 Stichworte.

Rückseite: Welche Eigenschaften haben andere an ihnen bislang noch nicht bemerkt? Was zeigen Sie bislang eher selten von sich, oder nur in ganz bestimmten Situationen? Schreiben Sie 3-5 Stichworte zu ihrer verdeckten, geheimnisvollen Seite. Denken Sie daran, Sie müssen es niemanden erzählen. Es darum, die Vorstellungssituation vorzubereiten.

Diese Schreibübung basiert auf dem sogenannten JOHARI- Fenster. Die Sozialpsychologen Josef Luft und Harry Ingham haben dieses Modell entwickelt. Hierbei geht es um die Veranschaulichung von Selbst- und Fremdwahrnehmung, sowie bewusstem und unbewusstem Verhalten.

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Obgleich Teile unserer Persönlichkeit in jeder Situation stabil sind, verhalten wir uns in jeder Rolle, also als Führungskraft, als Schwester, als Mutter oder bei besonderen Anlässen angepasst und unterschiedlich. Begesehen davon, hat jeder seine Talente und Stärken, seine Vorlieben und Glaubenssätze, seine Lebensumstände und beruflichen Aniegen. Versuchen Sie es doch mal mit einer Visitenkarte der besonderen Art, um sich der Frage „Wer bin ich?“ zu nähern. Ihre Karte ist nur für sie bestimmt. Gerade in Situationen, in der es darauf ankommt, dass Sie sich optimal vorzustellen, ist eine bedachte Vorbereitung von riesigem Vorteil. Den ersten Eindruck machen wir alle nur ein einziges Mal.

Das nächste Mal, wenn gebeten werden, ein paar Worte über sich zu erzählen, sind Sie besser vorbereitet. Zeigen Sie entspannt das, was sie und vor allem wie Sie es wollen.